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Vorschau für Sonntag, den 24. Januar 2010
Vorschau

Champions Day in Mariendorf



Die Derby-Bahn ehrt die Berliner Meister und den Mariendorfer „Traber des  Jahres“ – Große Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Haiti – Ein Hauch von Vincennes: Parallel zum „Prix de Cornulier“ finden zwei Trabreiten statt



Michael Nimczyk und Ulrich Mommert hoffen auf rege Beteiligung bei der Spendenaktion

Der große Tag der Champions: Die Ehrung der besten Berliner Trabrennsportler der letzten Saison steht neben den zehn spannenden Prüfungen im Mittelpunkt der Sonntagsveranstaltung. Die Zeremonie findet direkt im Winnercircle der Bahn statt. Und dass beim Trabrennsport natürlich das Pferd an erster Stelle steht, dokumentiert die Chronologie der Feierlichkeiten. Denn der Wallach Connery wird als „Mariendorfer Traber des Jahres“ gleich nach dem 1. Rennen geehrt, bevor es mit Marisa Bock (Champion der Trabreiter) und den Berliner Meistern Andre Pögel (Amateure), Ulrich Mommert (Besitzer), Manfred Zwiener (Berufsfahrer), Bernd Schrödl (Züchter) und Roman Matzky (Trainer) weitergeht.


Die Champions zu ehren, ist dem Berliner Trabrenn-Verein Jahr für Jahr eine echte Herzensangelegenheit. Doch die Aufmerksamkeit und Anteilnahme aller Aktiven und aller Freunde des Sulkysports gehört in diesen Tagen vor allem den Erdbebenopfern in Haiti, die jegliche erdenkliche Hilfe der Weltöffentlichkeit dringend benötigen. Daher bittet der Rennverein alle Besitzer, Fahrer und Trainer darum, einen Beitrag im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten zu leisten. Ulrich Mommert, der Vorsitzende des BTV, geht mit gutem Beispiel voran und verzichtet auf sämtliches Preisgeld, das seine sechs am Sonntag startenden Pferde verdienen. Der Deutsche Champion Michael Nimczyk stößt mit seiner gesamten Familie dazu: Der Goldhelm, der am Mariendorfer Renntag sieben Mal in den Sulky steigt, sein Vater Wolfgang (zwei Fahrten) und seine Schwester Cathrin (zwei Ritte) verzichten auf alle Fahrer- bzw. Reiterprämien. Nimczyks Onkel Hans Brocker und Peter Sieburg, einer der großen Besitzer im Stall, spenden jeweils 200 Euro. Und als der vielfache norddeutsche Champion Heiner Christiansen, der am Sonntag sechs Traber an den Start bringt, von der geplanten Aktion erfuhr, ließ er sich ebenso nicht lumpen. Heiner Christiansen: „Ich spende meine gesamten Trainerprozente und hoffe, dass meine Pferde weit nach vorne laufen!" Das sieht Thomas Heinzig, der in seiner über 20-jährigen Karriere bereits 783 Sieger angespannt hat und am Sonntag fünf Pferde an den Start bringt, offenbar ganz genauso. Denn der Profi verzichtet auf seine kompletten Trainerprozente.  


Heiner Christiansen spendet sämtliche Trainerprozente


Und die Liste wird immer länger: André Pögel, Berlins neuer und alter Amateur-Champion, der nach dem  3. Rennen geehrt wird, spendet gemeinsam mit seinem Vater Fritz und seinem Bruder Christian 300 Euro für die gute Sache. Berlins Züchterkönig Bernd Schrödl, der zum  6. Rennen in den Winnercircle kommt, hat am Sonntag zwar keine Pferde am Start. Aber der passionierte Amateur gibt 100 Euro dazu.  Und das soll nur ein Zeichen und der Anfang sein: Für alle Aktiven, die sich an der Spendenaktion beteiligen wollen und bereit sind, auf Anteile ihrer Preisgelder und Prämien zu verzichten, hat der Rennverein am Sonntag ab 12 Uhr unter der Rufnummer 0177- 20 444 44 extra eine Hotline geschaltet. Zwei Mitarbeiterinnen werden außerdem in der Mariendorfer Meldestelle Spenden (auch in bar) gegen Quittung entgegennehmen. Denn jede Unterstützung und jeder einzelne Cent wird gebraucht, um denjenigen Menschen zu helfen, die unverschuldet in grausame Not geraten sind. Das durch den Prämienverzicht gesammelte Geld  und die Barspenden werden im Anschluss direkt an das Deutsche Rote Kreuz weitergeleitet, das bei der Bank für Sozialwirtschaft (Bankleitzahl 370 205 00) unter dem Stichwort „Haiti“ ein Spendenkonto mit der Nummer 41 41 41 eingerichtet hat. Alle Spender erhalten vom Deutschen Roten Kreuz selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Anlässlich der schrecklichen Tsunami-Katastrophe hat der deutsche Trabrennsport schon einmal seine Solidarität mit notleidenden Menschen bewiesen. Nun ist erneut die Initiative aller Sportler gefragt – an einem Nachmittag, an dem trotz der eiskalten Temperaturen ein Hauch von Vincennes über die Mariendorfer Rennpiste wehen wird. Denn zwei Trabreiten innerhalb weniger Stunden wurden noch nie auf der Berliner Bahn ausgetragen. Nun ist es soweit: Parallel zum „Prix de Cornulier“ in Paris, dem mit 700.000 Euro dotierten wichtigsten Trabreiten der Welt, finden in Berlin zwei Entscheidungen unter dem Sattel statt, die beide mit jeweils 1.000 Euro Siegjackpot ausgestattet sind. Im 3. Rennen trifft die Championesse Marisa Bock mit dem viermal hintereinander erfolgreichen Zico Buitenzorg auf den zwanzig Meter schlechter gestellten Doppelsieger Voici Cartouche (Daniela von Dabrowski). Ein echtes Spitzenduell zweier Formpferde, die ihr Können bisher ausnahmslos vor dem Sulky bewiesen haben und nun ihr Monté-Debüt abliefern. Das als 6. Rennen ausgetragene zweite Trabreiten des Tages ist ähnlich interessant besetzt. Der unter dem Sattel bereits erfahrene Premier November (Cathrin Nimczyk) muss sich gegen den Newcomer Christian RM (Joana Klein) beweisen.

Auch die acht weiteren Sulky-Prüfungen des Nachmittags sind häufig von Duellen ausgesprochener Formpferde geprägt. Dies gilt besonders für das 7. Rennen (mit Zweierwetten-Gewinnspiel) und das 10. Rennen (mit 1.000 Euro Siegjackpot). Rower You (Michael Nimczyk) gegen Daniel Boone (Heiner Christiansen) und Milton (Michael Nimczyk) gegen Brentano (Thomas Heinzig) lautet hier die Devise. Doch auch die unteren Gewinnsummenklassen sind exquisit besetzt. Gleich im Auftaktrennen, bei dem Pferde bis 3.600 Euro Gewinnsumme startberechtigt sind, kann der frische Doppelsieger Youcancallme AL (Michael Nimczyk) bereits auf eine 17,0-Rekordmarke verweisen. Für seinen Düsseldorfer Besitzer Peter Sieburg erzielte der Erstling der Lambada Girl eine herausragende Bilanz. Denn obwohl der niederländische Wallach zuvor auf seiner Heimatbahn Wolvega die eine oder andere Schlappe eingesteckt hatte, war er auf deutschem Boden bisher kaum zu bezwingen. Von seinen fünf Starts in Dinslaken und Karlshorst gewann Youcancallme AL vier und war nur ein einziges Mal knapp unterlegen.

Die Prämienausspielung um Wettgutscheine in Höhe von 1.000 Euro findet in den Rennen 1-9 statt. Treffen Sie einfach einen der ersten neun Sieger mit mindestens zehn Euro Einsatz und Sie erhalten Ihr Prämienlos! Unser Gewinnspiel für Bahnbesucher gibt es wieder im 7. Rennen. Dort sind über die Zweierwette 500 Euro extra zu gewinnen! Mit zusätzlichen Siegjackpots in Höhe von jeweils 1.000 Euro sind das 3., 6., 8. und 10. Rennen ausgestattet.

Das erste Rennen wird um 14.00 Uhr gestartet!

Unsere Tipps:

1.   Youcancallme AL – Yorin – Zaffier Boshoeve
2.   Zambi Boko – Scara Bell – Benito Bo
3.   Zico Buitenzorg – Voici Cartouche – Lady Cecile
4.   Eau Rouge – Scottish Way – Halifax
5.   Quor Winter – Fighter S.L. – Don’t Touch – Beagee
6.   Premier November – Christian RM – Marengo
7.   Rower You – Daniel Boone – Richelieu
8.   Yasmin Hallinck – Matrioska – Elite Aggerup
9.   Blade Runner – Point Helia – Ladykiller
10. Milton – Brentano – Valerie Boshoeve