|
Info
|
16.304 Siege im Sulky und kein Ende in Sicht
Heinz Wewering, der Mann mit den goldenen Händen Heinz Wewering Foto: H. Lingk
Sein erstes Rennen gewann Heinz Wewering am 13. September 1965 mit einem Traber namens Morgan vom Veeinghof. Ganze 15 Jahre war er damals alt. Sein Wunschtraum, eines Tages Jockey zu werden, hatte sich zu diesem Zeitpunkt nicht erfüllt – für eine Reiterkarriere war der groß gewachsene Jugendliche viel zu schwer. Also entschloss sich Wewering, im Sulky statt im Sattel Platz zu nehmen. Eine weise Entscheidung.
Denn die Erfolgsgeschichte, die sich anschloss, mutet fast unglaublich an und lässt sich wohl am besten mit Zahlen beschreiben: 16.304 Trabrennen hat Heinz Wewering, der am Donnerstag sechzig Jahre alt wird, bisher gewonnen und ist damit der siegreichste Sulkyfahrer der Welt. Beim Derby triumphierte der in dem kleinen westfälischen Städtchen Albachten geborene Sportler sieben Mal. Seine Pferde verdienten in dieser Zeit über 60 Millionen Euro Prämie. Mit dieser Bilanz hat der viermalige Europameister seine eigenen Idole wie den unvergessenen „Hänschen“ Frömming längst überholt. Vor allem Heinz Wewerings sensibles Einfühlungsvermögen bildet die Basis für diesen Erfolg. Denn dass er seine Siege in erster Linie den Vierbeinern zu verdanken hat, vergisst der prominente Zweibeiner nie. „Die Pferde sind die eigentlichen Helden, denn sie müssen im Rennen die Leistung bringen“, sagt der 29-malige Deutsche Meister über seine Schützlinge. Seinen eigenen Anteil am Sulky-Rekord für die Ewigkeit beschreibt der zweimalige Weltmeister, der auch noch die nächsten zehn Jahre Rennen fahren will, dagegen sehr zurückhaltend: „Ich hatte wohl das Glück, Talent für meinen Beruf mitzubringen.“
Der Berliner Trabrenn-Verein und sein Vorsitzender Ulrich Mommert gratulieren Heinz Wewering auf diesem Wege sehr herzlich und wünschen dem Ausnahmekönner alles Gute und weiterhin viel Erfolg!
|