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Nachschau 25. Juli 2010
Nachschau

Jetzt steht das Derby-Starterfeld 2010


Favorit Velten Couture muss draußen bleiben



Michael Nimczyk und Garant           Foto: www.traber-fotos.de

Dramatik pur: Bei den Vorläufen des digibet.de 115. Deutschen Traber-Derbys gab es einige Turbulenzen, die u. a. den großen Favoriten Velten Couture ins Trudeln brachten. Lesen Sie hier den Bericht der Agentur Media Sportservice West.

 

Berlin (MSPW). Der dreijährige schwarzbraune Hengst Velten Couture, einer der großen Favoriten für das 115. Deutsche Traber-Derby am kommenden Sonntag auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf, darf im mit 218.430 Euro dotierten Finale nicht starten. Der Hengst aus dem Besitz der Weingutbesitzerin Sigrid Velten aus Hochheim/Taunus scheiterte bereits in der Qualifikation, als ihm auf der schnellen Mariendorfer Piste in führender Position ein Fehler unterlief und er von der Rennleitung disqualifiziert wurde.

Hans Joachim Tipke (Heeslingen), Fahrer von Velten Couture, hatte sich sein Vorlaufrennen für das Derby selbst einteilen können, denn sein Hengst war gleich in Führung gekommen, wo Tipke das Tempo bei hochsommerlichen Temperaturen drastisch drosselte. Doch die Taktik, mit „angezogener Handbremse“ ins Finale zu kommen, ging nicht auf, weil Velten Couture mit einem Fehler reagierte, als das Tempo sich auf der Zielgeraden erheblich steigerte. Amoor Kievitshof, immer nahe bei Velten Couture, zog in der entscheidenden Phase mit Hugo Langeweg (NL) vorbei. „Silberhelm“ Roland Hülskath aus Mönchengladbach erreichte den Endlauf als Zweiter mit Picasso. Dschingis Khan verpasste mit dem Münchener Gerd Biendl das Finale deswegen, weil er letztlich ein Opfer des Bummeltempos wurde. Die durchschnittliche Kilometerzeit von 1:19,1 Minuten reichte nicht, um als einer der zwei zeitschnellsten Dritten noch das Finale zu erreichen, in dem es um die Nachfolge von Derby-Sieger Zar As aus dem Vorjahr geht.

Gescheitert im Vorlauf ist auch der aus Dänemark angereiste Hengst My Muscles Yankee, der mit Heinz Wewering im Sulky ebenso an einem Fehler scheiterte wie Giro mit Thomas Kornau aus Recklinghausen.

Mit Finca, die Ger Visser aus dem niederländischen Deventer gehört, kam die von Hugo Langeweg (NL) gesteuerte einzige Stute im Derby-Bewerberfeld als Zweite ihres Vorlaufs hinter dem allerdings überlegenen 1:18,1-Sieger Mary’s Boy mit dem 18-jährigen Robbin Bot aus dem niederländisch-friesischen Lippenhuizen sicher ins Finale, in dem sie sich neun Hengsten und Wallachen als Herausforderin stellt. Besitzer von Mary’s Boy ist das Gestüt Charlottenhof von Sonja und deren Tochter Marie Charlott Wewering aus dem westfälischen Seppenrade.

Der aus Finnland angereiste Hengst Garant aus der Zucht von Heinrich Platvoet (Ascheberg) konnte sich überraschend als Vorlaufsieger durchsetzen und schaffte damit den Sprung ins Finale. Fahrer und amtierender „Goldhelm“ Michael Nimczyk aus Willich: „Dem Hengst hat die weite Anreise über mehr als 3.600 Kilometer nichts ausgemacht. Ich hatte schon beim vierten Platz im Buddenbrock-Rennen ein gutes Gefühl im Hinblick auf die Derby-Chancen.“

Da Armando Kievitshof mit Cees Kamminga (NL) sich hinter Garant einen Finalplatz schnappte, verpasste auch der für das Derby-Finale von seinem Trainer und Fahrer Heli Biendl aus Ascha hoch eingeschätzte Derby-Kandidat Sahir als Vierter den Endlauf, weil er erst hinter Baron W. mit dem Oberhausener Michael Schmid ins Ziel kam. Baron W. reichte ein dritter Platz, um als einer von zwei zweitschnellsten Dritten in das Finale einzuziehen.

Die letzten beiden Finalplätze in einem der mit jeweils 20.000 Euro dotierten Vorläufe sicherten sich Baltimore As mit Roland Hülskath für Marion Jauß (Neritz), sowie Buddenbrock-Sieger Unikum mit Heinz Wewering (Berlin). Super Neo kam für den Odenthaler Henno Sürder mit Thomas Panschow als Dritter ins Ziel, doch reichte diese Platzierung nicht für ein Weiterkommen, weil der Vorlauf nicht schnell genug war.

Neben Baron W. gelang nach einem schnellen Vorlauf auch noch Like that Diamant der Sprung in das Derby-Finale.