Der Derby-Freitag
Deutsche Amateurmeisterschaft und Bruno Cassirer-Rennen mit Top-Besetzung
Am Freitagabend stehen zwei Klassiker auf dem Programm Foto: H. LingkJe 30.000 € stehen über den Highlights – Wiedersehen mit den Breeders Crown-Siegerinnen Donna Clara und Mona Lisa As
Lesen Sie hier die Vorschau auf unsere große Veranstaltung am Freitag (ab 17.30 Uhr), die wir an dieser Stelle mit freundlicher Genehmigung des Autors Martin Fink und des Fachmagazins TraberWelt veröffentlichen.
Mit den Finalläufen zur Deutschen Amateurmeisterschaft und dem Bruno Cassirer-Rennen stehen auch am vierten Tag der Derbywoche, der am Freitag die „heiße Phase“ des bedeutendsten Trabrennmeetings in Deutschland einläutet, besondere Highlights auf dem Programm. Die Starterfelder ergeben sich bei den Amateuren aus den Vorlaufresultaten vom Donnerstag, dass das mit 30.000 € dotierte „große Finale“ eine exquisite Besetzung aufweisen wird, darf angesichts der in den Vorläufen engagierten Spitzenpferde und -fahrer aus allen Trainingszentralen als sicher gelten. Aufgrund von Einsatzüberschüssen, die komplett dem Finale B zugeschlagen wurden, ist dieses Rennen mit über 13.000 € finanziell unerwartet stattlicher ausgefallen, wodurch all diejenigen, die in den Vorläufen das große Ziel nicht erreicht haben, einen unverhofften zusätzlichen Motivationsschub erhalten.
Ebenfalls 30.000 € stehen für diejenigen Stuten zur Verfügung, die sich in zwei Vorläufen für das Finale zum Bruno Cassirer-Rennen qualifiziert haben. Beide Vorentscheidungen, die mit jeweils elf Teilnehmerinnen aus drei Bändern gestartet werden, haben es in sich und stehen gewissermaßen unter dem Motto „Arrivierte gegen Aufsteigerinnen“. Letzere Bezeichnung trifft im ersten Vorlauf besonders auf Super d'Aunou zu, die in diesem Jahr über 15.000 € und damit rund 80 % ihrer Gewinnsumme verdient hat. Auch wenn Siege nach dem lukrativen Oster-Erfolg im Hamburger Schwarzer Steward-Rennen seltener wurden, hat die wie meistens von Michael Schmid gesteuerte Vierjährige den Sprung in die höhere Gewinnklasse gut verdaut und somit erneut alle Chancen. Im mittleren Band muss sie in erster Linie auf die vierfache Saisonsiegerin Vanity Fame B (Rick Wester) und die mit einem frischen 1.14,0-Rekord aus München kommende Key of Life Diamant (Georg Frick) achten, 20 Meter davor könnte Shantal (Maximilian Berger) die besten Karten haben.
Die beste Klasse ist aber naturgemäß im dritten Band vertreten, und dass 40 Meter durchaus aufzuholen sind, bewiesen am Sonntag im Charlie Mills-Rennen die beiden Vorlaufsieger Unforgettable und Victor Bas. Für More Diamonds (Jesse ter Borgh), die ebenfalls Ostern in Hamburg einen erheblichen Batzen Geld aufnahm und seitdem den Nimbus der Unbesiegbarkeit eingebüßt hat, könnte dieses Unterfangen nicht leicht werden, aber Donna Clara dagegen müsste so etwas trotz schwacher aktueller Form eigentlich können. Die vorjährige Breeders Crown-Siegerin konnte zwar in Frankreich in teilweise anspruchsvollen Aufgaben zuletzt nicht viel bewegen, ist aber inzwischen ins schwedische Quartier von Joakim Lövgren zurückgekehrt, von wo aus ihr bislang größte Erfolg gelang. Thomas Panschow kennt die O'Connor-Tochter in- und auswendig und kann sie in die Erfolgsspur zurückführen.
Panschow und eine aus Schweden kommende Stute sind auch im zweiten Vorlauf mit besten Aussichten am Start, allerdings auf getrennten Wegen. Alpha Degato tritt mit Conrad Lugauer und einem frischen schwedischen Sieg gegen beachtliche Gegnerinnen an, Thomas Panschow vertraut nach dem Erfolg im Dinslakener Trial auf die Mollema-Stute Yqem Rich. Bandgefährtinnen wie Voila (Heinz Wewering) und die außerhalb von Dinslaken nur selten ihre Bestform zeigende Gardy Burgerheide (Michael Schmid) sollten beide ebenso im Griff haben wie die vorgabebegünstigten, aber schon länger sieglosen Uzuri (Heli Biendl) und Zwetlana Wish (Robbin Bot), doch Gefahr könnte von der mit Doppelzulage gehandicapten Mona Lisa As drohen. Die Großverdienerin, als Breeders Crown-Siegerin 2008 die Vorgängerin von Donna Clara und mit 125.000 € Gewinnsumme die „reichste“ im Feld der 22 Bewerberinnen, hat zwar in diesem Jahr erst ein Rennen gewonnen, musste sich aber immer mit stärkste Konkurrenz herumschlagen. Im Vorjahr konnte Cees Kamminga mit seiner Paradestute einen Cassirer-Vorlauf gewinnen und im Finale mit ebenfalls 40 Meter Zulage einen vierten Platz belegen.
Neben den beiden herausragenden Höhepunkten ist das 13 Rennen-Programm gespickt mit einer Vielzahl von stark besetzten Prüfungen aller Gewinnklassen, die angesichts einer teilweise extremen Ausgeglichenheit vor allem Zweierlei erwarten lassen: Spannende Endkämpfe und hohe Quoten. Letztere werden auch am Freitag wieder zusätzlich begünstigt durch einige 1.000 €-Siegjackpots, aber auch die Freunde der Dreierwette kommen auf ihre Kosten. Über 2.500 € befinden sich dort in der elften Tagesprüfung im Jackpot, wenn 12 Amateurfahrerinnen im zweiten Lauf zum Derby-Championat der Ladys punkten wollen. Mit Ydel Buitenzorg (Birgitt Denk) ist die Mitverursacherin dieses Jackpots erneut engagiert, doch den Sieg in der vor Formpferden fast platzenden Prüfung werden wohl die schon am Sonnabend in Mariendorf erfolgreiche Lorenzana (Silvia Raspe), der bayerische Gast Giant Elwood (Marion Dinzinger), der Holländer Wonderful (Hilda F. Hofstra), Seriensiegerin Bungee (Rita Drees) und Geheimtipp Wings Summerland (Katie Beeer) unter sich ausmachen.
Wie ein roter Faden ziehen sich wieder eine attraktive Prämienausspielung und die beliebten Gewinnspiele durch die Veranstaltung, so dass die bewährte Mariendorfer Ausrichtung „Für alle Wetter bzw. Portemonnaie-Größen ist etwas dabei“ auch am Freitag gilt. Derbysponsor digibet.de präsentiert außerdem für die besonders engagierten Wetter einen Highroller- und für die schon am Wochenende häufig auffallend gut gekleideten Damen einen Hutwettbewerb.