Geburtstags-Kutschfahrt für Michael Schmid

Berlin-Mariendorf. 20. März 2017

„Er ist kein Pferd, das auf einen Ruck schnell wird. Sondern eher ein Dauerläufer, der über weite Strecken ein hohes Tempo gehen kann!“ Das war der goldrichtige Tipp, den Magdalena und Robert Kieniksman dem Geburtstagskind Michael Schmid – der Profi wurde am Montag 50 Jahre alt – für die Fahrt im Sulky ihres Hengstes Brandy Hornline mit auf dem Weg gegeben haben. Die Analyse des polnischen Besitzer-Ehepaares erwies sich als goldrichtig und der frischgebackene Jubilar setzte den Ratschlag hundertprozentig um.

Michael Schmid und Brandy Hornline

Michael Schmid und Brandy Hornline (Foto: Marius Schwarz)

Nachdem „Schmiddi“ mit dem 31:10-Mitfavoriten noch auf der Startgeraden die Führung übernommen hatte und sein einziger ernsthafter Gegner Michael Nimczyk die Stute Chance Classique nicht zur korrekten Gangart bewegen konnte, waren die Zeichen sofort auf Sieg gestellt. Das Rennen entwickelte sich zu einer One-Horse-Show: Michael Schmid konnte sich schon weit vor dem Ziel für das Siegerfoto zurechtsetzen, denn Brandy Hornline stolzierte mit unzähligen Längen Vorsprung elegant wie ein edles Kutschpferd über die Ziellinie.

Michael Schmid bei der Siegerehrung

Michael Schmid bei der Siegerehrung (Foto: Marius Schwarz)

In der Klasse bis 10.000 Euro sah es lange nach einem Treffer für Andreas Marx und seinen Crack Bonjour Ganyboy AM aus. Doch die von Michael Nimczyk gesteuerte Sayuri Mo (62:10) war dem Piloten wie ein Schatten gefolgt und zu Beginn der Zielgeraden deutete sich die große Überraschung an. Die von Michael Larsen trainierte Mommert-Stute stürmte grußlos an ihrem Widersacher vorbei, der obendrein noch Schwierigkeiten mit seinem Geläuf offenbarte und nach einer Überprüfung von den Stewards wenige Minuten nach dem Rennen nachträglich aus der Wertung genommen wurde. Für Michael Nimczyk blieb es nicht bei diesem einzigen Erfolgserlebnis, denn er führte wenig später auch Ulrich Mommerts Wallach Hitchcock HK auf die Ehrenrunde. Nach einem Verlauf als zweites Pferd innen kam der Ganymede-Sohn auf der Zielgeraden rechtzeitig genug frei, um die führende Aura Olympic (Thomas Panschow) mit einer halben Länge Vorsprung zu bezwingen.

Michael Nimczyk und Sayuri Mo

Michael Nimczyk und Sayuri Mo (Foto: Marius Schwarz)

Ein Sieg nach dem anderen und kein Ende der Serie in Sicht: Der diesmal wieder von Dennis Spangenberg gesteuerte Rossini Diamant feierte den siebenten Erfolg hintereinander. Der in dieser Saison noch ungeschlagene Wallach, der für die Farben von Klaus Bockhoff und Wolfgang May läuft, war einmal mehr eine Klasse für sich. Nachdem Rossini Diamant Mitte der Tribünengeraden die Spitze übernommen hatte, dehnte der 11:10-Topfavorit seinen Vorsprung immer weiter aus und lag mit Erreichen des Schlussbogens bereits mit sieben Längen in Front. Am Ende konnte der Zielrichter das Zählen sogar komplett einstellen. Denn es war eine ganze Weile, die den Dunkelbraunen am Pfosten von seinen Gegnern trennte.

Dennis Spangenberg und Rossini Diamant

Dennis Spangenberg und Rossini Diamant (Foto: Marius Schwarz)

Für die größte Überraschung der Matinée-Veranstaltung sorgte Roman Matzky mit seinem familieneigenen Fuchs It’s Amazing. Der bei 157:10 notierte Außenseiter kam mit der vom tagelangen Dauerregen aufgeweichten Mariendorfer Bahn bestens zurecht – ganz im Gegensatz zu einigen seiner prominenten Gegner. Als Thomas Panschow mit Holly go lightly, die in der Endabrechnung hinter Bianca Boshoeve (Heinz Wewering) Rang drei belegte, Mitte der Gegenseite einen fulminanten Vorstoß einleitete, hängte sich Roman Matzky mit seinem Schützling clever an die Angreiferin ran. It’s Amazing wurde mit jedem Meter immer stärker und war schon zu Beginn der Zielgeraden auf der sicheren Seite. „Der Fuchs musste aufgrund einer Verletzung zwar eine mehrmonatige Pause einlegen, ist nun aber wieder mächtig in Schwung“, freute sich Roman Matzky bei der anschließenden Ehrung über die tolle Leistung seines Schützlings.

Roman Matzky und It's Amazing

Roman Matzky und It's Amazing (Foto. Marius Schwarz)

Gesamtumsatz: 32.146,80 Euro

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 26. März statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

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